Service for the Blind and Visually Impaired
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Recent Submissions
Anforderungen an MitarbeiterInnen in wohnbezogenen Diensten der Behindertenhilfe
(Lebenshilfe-Verlag, 2015) Franz, Daniel
Die Behindertenhilfe durchzieht ein Reformprozess, der unter den Schlagworten Personenzentrierung, personale Orientierung oder Paradigmenwechsel gefasst wird. Das vorliegende Buch beschreibt, worin dieser Wandel im Einzelnen besteht, was dies für Mitarbeiter(innen) in der direkten Assistenz bedeutet und wie sich das professionelle Handeln verändern muss, um sich an den Leitzielen der Normalisierung, der Selbstbestimmung und der Partizipation auszurichten. Dies geschieht exemplarisch für den Bereich des Wohnens für Menschen mit geistiger Behinderung.
Auf theoretischer Ebene müssen strukturelle Veränderungen (z. B. neue und veränderte Leistungsformen), inhaltliche Neu-Ausrichtungen (wie z. B. Orientierung am Sozialraum) und reflexive Überlegungen (Bearbeitung von Macht- und Gewaltverhältnissen) Hand in Hand gehen. Empirisch untersucht die Arbeit, wie das Personal einer großen Einrichtung im Bundesgebiet diesen Reformprozess wahrnimmt und welche Auswirkungen er auf deren Selbstverständnis hat.
Auditives Lesen
(Beltz Juventa, 2024) Schulz, Miklas
Die fortschreitende Digitalisierung bietet große Chancen für die Inklusion. Das gilt auch für eine Praxis des Lesens. Diese Studie zeigt auf, wie ein Lesen mit dem Ohr gelingt und wie technologische Möglichkeiten einbezogen werden können. Weiter ausgearbeitet ist dafür das Konzept des auditiven Lesens. Grundlage bilden Interviews mit blinden und sehbeeinträchtigten Erwachsenen, die seit Langem den Umgang mit einer Sprachausgabe (Screenreader) erproben. Die alternative Lesepraxis übersteigt den Kontext von Dis/ability und wird potenziell für alle Menschen interessant.
Biografiearbeit
(Juventa-Verl., 2011) Miethe, Ingrid
Biografiearbeit hat sich in jüngster Zeit zu einem pädagogischen Verfahren entwickelt, das in der Erwachsenenbildung, den verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit, der Pflegewissenschaft, der Heil- und Sonderpädagogik bis hin zur Traumapädagogik gleichermaßen Anwendung findet. Bisher ist das Feld der Biografiearbeit allerdings kaum systematisch aufgearbeitet und Ansätze und Verfahren aus dem einen Handlungsfeld sind im anderen kaum bekannt. Diese Lücken schließt das vorliegende Buch. In einfacher und verständlicher Weise wird erstmalig ein Gesamtüberblick über das Feld der Biografiearbeit gegeben. Zur Illustration werden Beispiele aus der Praxis der Biografiearbeit und der Biografieforschung aufgenommen, die den Nachvollzug erleichtern sollen. In einem weiteren Teil werden die wichtigsten Einsatzfelder der Biografiearbeit dargestellt sowie der Umgang mit Traumata als Querschnittsthema von Biografiearbeit ausgeführt. Die Darstellung der Handlungsfelder trägt Handbuchcharakter, indem ein Gesamtüberblick über Biografiearbeit in diesen verschiedenen Handlungsfeldern gegeben wird. Dieser Teil ist von daher keinesfalls nur als Einführung zu verstehen, sondern stellt den aktuellen Stand der Forschung und der Praxis zur Biografiearbeit in diesen Bereichen dar.
Deinstitutionalisieren durch organisationalen Wandel
(Julius Klinkhardt, 2016) Falk, Wiebke
Diese Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die in der Heilpädagogik unter dem Begriff Deinstitutionalisierung geforderten Reformen wohnbezogener Dienste der sogenannten Behindertenhilfe durch einen Wandel der angesprochenen Organisationen zu realisieren sind.
Kern der Arbeit ist eine empirische Studie über die Dezentralisierung und Regionalisierung einer Groß- und Komplexeinrichtung. Zur theoretischen Fundierung der Studie wird der heilpädagogische Fachdiskurs zum Thema Deinstitutionalisierung nachgezeichnet und um eine institutionssoziologische Perspektive des Neoinstitutionalismus ergänzt und weiterentwickelt.
Die qualitativ angelegte Studie analysiert in der Folge die strukturellen und inhaltlich-fachlichen Facetten des Wandels der Großund Komplexeinrichtung in ihrer Wechselwirkung. Die Ergebnisse zeigen damit die Komplexität der Veränderungsprozesse auf, insbesondere im Hinblick auf die Alltagsrealität von BewohnerInnen in stationären Settings. Durch die Rückbindung der empirischen Ergebnisse zur Deinstitutionalisierungs- Theorie (Heilpädagogik und Neoinstitutionalismus) werden Schlüsselelemente einer aktiven Strategie des Deinstitutionalisierens abgeleitet.
Die Studie versteht sich als systemhinterfragender und aktiver Beitrag zur Weiterentwicklung von Erkenntnissen zur Herstellung von Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen.
Unterstütztes Wohnen und Teilhabe
(Springer VS, 2024) Dieckmann, Friedrich; Heddergott, Theresia; Thimm, Antonia
Das Buch fasst die Forschung zum unterstützten Wohnen und zur Teilhabe von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung zusammen und weist Richtungen für die inhaltliche und methodische Weiterentwicklung. Im ersten Teil wird die Forschung zum Wohnen mit Unterstützung in der Teilhabeforschung verortet und ein Überblick über die Entwicklung und den Stand der deutschsprachigen und internationalen Wohnforschung gegeben. Der zweite Teil setzt mit der partizipativen Forschung und der Zusammenstellung internationaler standardisierter Erhebungsinstrumente forschungsmethodische Impulse. Im dritten Teil werden innovative Themenfelder (Sozialraum, Organisationskultur, technisch unterstützte Teilhabe, Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf) mit ihren Erkenntnissen und Herausforderungen vorgestellt. Die Herausgeber*innen Prof. Dr. Friedrich Dieckmann lehrt Psychologie in der Heilpädagogik / Inklusiven Pädagogik und leitet das Institut für Teilhabeforschung an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Münster. Theresia Heddergott, M.A. Heilpädagogik, war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Teilhabeforschung an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Münster und ist seit 2020 für das Bildungsinstitut Münster e.V. tätig. Antonia Thimm, Diplom-Psychologin & Diplom-Heilpädagogin, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Teilhabeforschung an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Münster.
