Service for the Blind and Visually Impaired
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Recent Submissions
Brücken bauen
(Klett-Cotta, 2013) Pörtner, Marlis
Die Denkweisen, die Gefühlswelten und das Verhalten von Menschen mit geistiger Behinderung verstehen zu lernen und angemessen damit umzugehen, das ist die Absicht dieses Buches. Die Autorin führt uns Nicht-Behinderten vor Augen, welche Erwartungen behinderte Menschen an uns stellen, wie wir diese erfüllen können, aber auch, wie oft wir diese enttäuschen, wie oft wir ihre Bedürfnisse ignorieren oder ihnen ganz selbstverständliche Entwicklungsmöglichkeiten vorenthalten. Dies geschieht häufig unbewußt, ja in guter Absicht - etwa dann, wenn wir sie vor negativen Erfahrungen schützen wollen, ihnen dadurch aber ein wesentliches Element ihrer persönlichen Entwicklung vorenthalten.
Statt dessen gilt es, ihr Selbstkonzept zu stärken und es ihnen zu ermöglichen, eigene Erfahrungen zu sammeln. Die Autorin zeigt anschaulich und lebensnah, daß schon die kleinen Schritte im nur scheinbar banalen Tageslauf für behinderte Menschen große Bedeutung haben können.
Das Buch richtet sich an alle, die professionell mit geistig Behinderten und ihren Angehörigen zu tun haben, kann aber auch von den Familienmitgliedern mit viel Gewinn gelesen werden.
Abschlussbericht Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen Teilhabesurvey – Welle 2
(infas, infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, 2025) Harand, Julia; Deutschmann, Christian ; Lütgendorf, Hannah; Steinwede, Jacob; Kleudgen, Martin
Die "Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen" (kurz: Teilhabesurvey) untersucht die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Im empirischen Vergleich zu Menschen ohne Beeinträchtigung erschließen sich Besonderheiten und spezifische Probleme der Lebenswelt von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen. Der Teilhabesurvey befragt sowohl Personen in Privathaushalten als auch Bewohnerinnen und Bewohner in besonderen Wohnformen und im betreuten Wohnen für Menschen mit Behinderungen sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen. In die Studie werden auch Gruppen - wie wohnungslose Menschen sowie taubblinde und hörsehbeeinträchtigte Menschen - einbezogen, die über die üblichen Stichprobenverfahren nicht oder nur schwer erreicht werden. Der vorliegende Abschlussbericht beschreibt die Methodik und zentralen Ergebnisse der zweiten Welle des Teilhabesurvey, berichtet die Befunde aus den qualitativen Interviews, die im Rahmen des Forschungsvorhabens durchgeführt wurden, und verknüpft diese mit den quantitativen Befragungsergebnissen. Abschließend werden die Erkenntnisse aus der Befragung von wohnungslosen Menschen sowie der Befragung von hörsehbeeinträchtigten Menschen diskutiert.
Erwartungen, Einstellungen, Erfahrungen
(Frank & Timme, 2025) Maaß, Laura Marie
Der vorliegende Band untersucht die Zusammenarbeit zwischen hörenden Gebärdensprachdolmetschenden und ihrer tauben Kundschaft. Die Studie positioniert Gebärdensprachdolmetschen im Kontext der Translationsforschung und der Barrierefreien Kommunikation. Mit den Daten einer groß angelegten Umfrage bei beiden Gruppen wird empirisch ermittelt, wie die Befragten die Situation des Gebärdensprachdolmetschens in Deutschland erleben. Wie stellen sich Gebärdensprachdolmetschende auf die Anforderungen ihrer tauben Kundschaft ein? Wie bemisst sich Dolmetschqualität aus Sicht beider Gruppen? Die Studie legt dar, welche Herausforderungen sich aus dem akuten Dolmetschermangel in Deutschland ergeben und welche Good Practices für die Zusammenarbeit sich für die Gebärdensprachdolmetschenden als Dienstleistende und die tauben Gebärdensprachnutzenden als Kundschaft und Auftraggebende herausgebildet haben.
Sozialarbeitsforschung konkret
(Lambertus, 1999) Schmidt-Grunert, Marianne
In Begriffen wie "Hilfe zur Selbsthilfe", "Ressourcenorientierung" oder "Alltagsbezug" wird das Bemühen der Sozialen Arbeit deutlich, Professionalität nicht expertokratisch auszulegen und den Klienten nicht zum Objekt von Hilfe und Unterstützung zu degradieren. Ein solches Verständnis von Sozialer Arbeit als Praxis zeitigt auch für die wissenschaftliche Grundlegung, für die Umsetzung des Erkenntnisinteresses und Ausgestaltung des Erkenntnisgewinns gravierende Folgen. Notwendig sind qualitative Forschungsansätze. Dafür haben der Symbolische Interaktionismus, die Ethnomethodologie oder die Grounded Theory vielfältige Grundlagen geschaffen und Designs vorgelegt, die als hermeneutisch-rekonstruktive Interpretationsverfahren Eingang in die Forschung in der Sozialen Arbeit gefunden haben. Zu diesen Verfahren zählen neben den Gruppen- und Teamdiskussionen vor allem qualitative Interviews.
Die Herausgeber skizzieren zunächst den konzeptionellen Kontext einer alltagsorientierten Sozialen Arbeit und die wissenschaftstheoretisch-methodologischen Grundlagen qualitativ ausgerichteter Forschung. Sodann beschreiben sie eingehend die Designs qualitativer, nicht standardisierter Interviews, wobei das problemzentrierte Interview im Mittelpunkt steht. Anschließend werden mit drei exemplarischen Forschungsarbeiten aus verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit das Instrument, das Verfahren und die Leistungsfähigkeit des problemzentrierten Interviews konkretisiert und illustriert.
Praxisbuch Interview, Transkription & Analyse
(dr. dresing & pehl GmbH, 2024) Dresing, Thorsten
