Service for the Blind and Visually Impaired
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Recent Submissions
Biografiearbeit
(Juventa-Verl., 2011) Miethe, Ingrid
Biografiearbeit hat sich in jüngster Zeit zu einem pädagogischen Verfahren entwickelt, das in der Erwachsenenbildung, den verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit, der Pflegewissenschaft, der Heil- und Sonderpädagogik bis hin zur Traumapädagogik gleichermaßen Anwendung findet. Bisher ist das Feld der Biografiearbeit allerdings kaum systematisch aufgearbeitet und Ansätze und Verfahren aus dem einen Handlungsfeld sind im anderen kaum bekannt. Diese Lücken schließt das vorliegende Buch. In einfacher und verständlicher Weise wird erstmalig ein Gesamtüberblick über das Feld der Biografiearbeit gegeben. Zur Illustration werden Beispiele aus der Praxis der Biografiearbeit und der Biografieforschung aufgenommen, die den Nachvollzug erleichtern sollen. In einem weiteren Teil werden die wichtigsten Einsatzfelder der Biografiearbeit dargestellt sowie der Umgang mit Traumata als Querschnittsthema von Biografiearbeit ausgeführt. Die Darstellung der Handlungsfelder trägt Handbuchcharakter, indem ein Gesamtüberblick über Biografiearbeit in diesen verschiedenen Handlungsfeldern gegeben wird. Dieser Teil ist von daher keinesfalls nur als Einführung zu verstehen, sondern stellt den aktuellen Stand der Forschung und der Praxis zur Biografiearbeit in diesen Bereichen dar.
Deinstitutionalisieren durch organisationalen Wandel
(Julius Klinkhardt, 2016) Falk, Wiebke
Diese Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die in der Heilpädagogik unter dem Begriff Deinstitutionalisierung geforderten Reformen wohnbezogener Dienste der sogenannten Behindertenhilfe durch einen Wandel der angesprochenen Organisationen zu realisieren sind.
Kern der Arbeit ist eine empirische Studie über die Dezentralisierung und Regionalisierung einer Groß- und Komplexeinrichtung. Zur theoretischen Fundierung der Studie wird der heilpädagogische Fachdiskurs zum Thema Deinstitutionalisierung nachgezeichnet und um eine institutionssoziologische Perspektive des Neoinstitutionalismus ergänzt und weiterentwickelt.
Die qualitativ angelegte Studie analysiert in der Folge die strukturellen und inhaltlich-fachlichen Facetten des Wandels der Großund Komplexeinrichtung in ihrer Wechselwirkung. Die Ergebnisse zeigen damit die Komplexität der Veränderungsprozesse auf, insbesondere im Hinblick auf die Alltagsrealität von BewohnerInnen in stationären Settings. Durch die Rückbindung der empirischen Ergebnisse zur Deinstitutionalisierungs- Theorie (Heilpädagogik und Neoinstitutionalismus) werden Schlüsselelemente einer aktiven Strategie des Deinstitutionalisierens abgeleitet.
Die Studie versteht sich als systemhinterfragender und aktiver Beitrag zur Weiterentwicklung von Erkenntnissen zur Herstellung von Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen.
Unterstütztes Wohnen und Teilhabe
(Springer VS, 2024) Dieckmann, Friedrich; Heddergott, Theresia; Thimm, Antonia
Das Buch fasst die Forschung zum unterstützten Wohnen und zur Teilhabe von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung zusammen und weist Richtungen für die inhaltliche und methodische Weiterentwicklung. Im ersten Teil wird die Forschung zum Wohnen mit Unterstützung in der Teilhabeforschung verortet und ein Überblick über die Entwicklung und den Stand der deutschsprachigen und internationalen Wohnforschung gegeben. Der zweite Teil setzt mit der partizipativen Forschung und der Zusammenstellung internationaler standardisierter Erhebungsinstrumente forschungsmethodische Impulse. Im dritten Teil werden innovative Themenfelder (Sozialraum, Organisationskultur, technisch unterstützte Teilhabe, Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf) mit ihren Erkenntnissen und Herausforderungen vorgestellt. Die Herausgeber*innen Prof. Dr. Friedrich Dieckmann lehrt Psychologie in der Heilpädagogik / Inklusiven Pädagogik und leitet das Institut für Teilhabeforschung an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Münster. Theresia Heddergott, M.A. Heilpädagogik, war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Teilhabeforschung an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Münster und ist seit 2020 für das Bildungsinstitut Münster e.V. tätig. Antonia Thimm, Diplom-Psychologin & Diplom-Heilpädagogin, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Teilhabeforschung an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Münster.
Handbuch der Strukturdiagnostik
(Schattauer, 2012) Hörz, Susanne; Doering, Stephan
Mit Strukturdiagnostik zum psychotherapeutischen Behandlungserfolg Das Konzept der psychischen Struktur erfährt in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit. Allerdings lassen sich Strukturdimensionen wie Selbstwahrnehmung, Identität und Beziehungsgestaltung nicht direkt beobachten und sind somit diagnostisch schwer einzuschätzen. Im Bereich der Persönlichkeitspathologie sind valide Informationen über zugrunde liegende Funktionsdefizite VorausSetzung für eine fundierte Behandlungsplanung und erfolgreiche Therapie. Das renommierte internationale Autorenteam stellt hier zum ersten Mal alle in deutscher Sprache vorliegenden und überprüften Instrumente (Interviews und Fragebögen) zur Strukturdiagnostik detailliert und anschaulich dar. Konzeptuelle Hintergründe werden erläutert, Testgütekriterien referiert sowie die klinische und wissenschaftliche Anwendbarkeit diskutiert. Ein Handbuch, das sowohl im klinischen Alltag als auch für wissenschaftliche Fragestellungen, wie z. B. die Evaluation von Psychotherapien, unverzichtbar ist.
Brücken bauen
(Klett-Cotta, 2013) Pörtner, Marlis
Die Denkweisen, die Gefühlswelten und das Verhalten von Menschen mit geistiger Behinderung verstehen zu lernen und angemessen damit umzugehen, das ist die Absicht dieses Buches. Die Autorin führt uns Nicht-Behinderten vor Augen, welche Erwartungen behinderte Menschen an uns stellen, wie wir diese erfüllen können, aber auch, wie oft wir diese enttäuschen, wie oft wir ihre Bedürfnisse ignorieren oder ihnen ganz selbstverständliche Entwicklungsmöglichkeiten vorenthalten. Dies geschieht häufig unbewußt, ja in guter Absicht - etwa dann, wenn wir sie vor negativen Erfahrungen schützen wollen, ihnen dadurch aber ein wesentliches Element ihrer persönlichen Entwicklung vorenthalten.
Statt dessen gilt es, ihr Selbstkonzept zu stärken und es ihnen zu ermöglichen, eigene Erfahrungen zu sammeln. Die Autorin zeigt anschaulich und lebensnah, daß schon die kleinen Schritte im nur scheinbar banalen Tageslauf für behinderte Menschen große Bedeutung haben können.
Das Buch richtet sich an alle, die professionell mit geistig Behinderten und ihren Angehörigen zu tun haben, kann aber auch von den Familienmitgliedern mit viel Gewinn gelesen werden.
